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Stürmische Zeiten brauchen tiefere Wurzeln

Stürmische Zeiten brauchen tiefere Wurzeln

Wieso Konsistenz im Business der Schlüssel zu Langlebigkeit auch in unsicheren Zeiten ist

26. März 2026 | Cynthia Dauterstedt

Eichen macht ein Sturm so schnell nichts aus. Kein Wunder, sie sind Tiefwurzler – ihr Schlüssel zur Standhaftigkeit. Dasselbe Prinzip gilt auch für’s Business – stürmische Zeiten brauchen tiefere Wurzeln. Heißt für uns: Konsistenz. Bei einer Sache bleiben und die richtig gut machen, statt ständig Neues zu probieren. Eine Herausforderung in Zeiten wie diesen, aber der Schlüssel zur Standhaftigkeit. Denn Glaubwürdigkeit und Vertrauensaufbau brauchen Tiefe und Zeit. In diesem Artikel geht es vor allem um die Tiefe von Positionierung und Angebot, wieso Angst vor Festlegung dich nicht weiterbringt und ein Plädoyer dafür, warum Langeweile im Business etwas Gutes ist. Am Ende findest du ein paar ganz konkrete Dinge, die du in deinem Business umsetzen kannst.

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Inhalt

“In times of uncertainty, go deeper.” 

Dieser weise Ausspruch stammt von dem von mir hochgeschätzten Tad Hargrave (Marketing for Hippies). Er macht darauf aufmerksam, dass es gerade dann, wenn Dinge unsicher werden, Märkte und Kundenverhalten sich verändern, Umbrüche stattfinden, es umso wichtiger ist, das Fundament des Business zu stärken, in die Tiefe zu gehen und grundsätzliche Dinge zu verbessern, zu stabilisieren, zu verstärken… statt andauernd Neues anzustoßen. 

Recht hat er, das kann ich aus eigener (schmerzlicher) Erfahrung und dem, was ich bei meinen Kunden sehe, bestätigen. Je tiefer die Wurzeln, umso besser lassen sich Stürme überstehen. Frag die Eiche, die weiß Bescheid. 

Aus meiner Sicht betrifft das jeden essentiellen Bereich des Business – Finanzrücklagen, planbare Umsätze, Angebote, Positionierung, Systeme und Strukturen, Marketing-Rhythmen, erprobte, wiederholbare Wege.

Aber heute soll es besonders um die doch irgendwie alles andere beeinflussenden Bausteine gehen: Positionierung und Angebot. 

Heißt konkret: je flacher, breiter – also: generischer – ein Business aufgestellt ist, umso weniger Resonanz erzeugt es.

Es bekommt dadurch nicht mehr, sondern weniger oder gar keine Kunden. Therapeut zu sein, reicht nicht, um Selbstzahler davon zu überzeugen, in eine Zusammenarbeit zu gehen. Ebensowenig reicht es, Business Coach zu sein. Und es macht auch Sinn, in einem vollen Markt eine Spezialisierung zu wählen und dort dann RICHTIG gut zu werden.

Der Markt verändert sich

In den vergangenen Wochen habe ich einige Recherchen zur Lage des Coaching Marktes angestellt, wo er sich hin entwickelt, was die größten Herausforderungen und Risiken sind – und die Frage treibt zur Zeit so ziemlich alle Kollegen hierzulande und im internationalen Umfeld um: wir alle stellen uns die Frage, ob die Branche angesichts wirtschaftlicher Probleme und KI-Vormarsch eine Zukunft hat. In den Gesprächen und Runden zu dem Thema spiegelt sich das gleiche Bild, das die Marktanalyse ergeben hat, und das nicht nur für Coaches relevant ist. Ähnliches gilt auch für Berater, Heiler, Therapeuten, alle, die in irgendeiner Form in der intensiveren Begleitung von Menschen unterwegs sind und damit ihre Existenz versuchen zu sichern. 

    • Es wird nicht weniger Geld ausgegeben für diese Leistungen (der Business Coaching Markt wächst sogar) – aber die Menschen sind sehr viel skeptischer, kritischer und wählerischer als noch vor 5 oder sogar 3 Jahren, für was und für wen sie Geld ausgeben – aus schlechten Erfahrungen und wegen des Überangebots. Wenn das Geld knapp ist (und das ist oder wird es zusehends bei den meisten), wird genauer hingeschaut, was diese Ausgabe tatsächlich bringt. 
    • Dabei hat sich vor allem herauskristallisiert: sie suchen entweder ergebnisorientierte Lösungen für schmerzhafte, spezifische Probleme (die loszuwerden ist dringend, eine Nische auf den “Schmerzpunkt” Trumpf), oder sie suchen nach Erlebnissen, mit denen sie “entkommen” können – dem Alltag, der Vereinzelung, der Leere, was auch immer. Sie suchen dann vor allem Erfahrungsangebote, Gemeinschaft, gehaltvollen Zeitvertreib – oder einfach Schönes. Auch hier braucht es Besonderheit statt Einheitsbrei.
    • Investitionsverhalten der Kunden ändert sich – Entscheidungen dauern länger, die Leute recherchieren mehr, wer die wahren Spezialisten in einem Themengebiet am Markt sind, sie wollen genau wissen, was sie bekommen und wer das da tatsächlich ist, der es anbietet (Glaubwürdigkeit, Erfahrung, Persönlichkeit, Expertise usw.). 
    • Die Leute suchen eher Erlebnis und maßgeschneiderte Information für ihre individuelle Situation. Sie kommen nicht für das “how to”, die generelle Anleitung, sondern für die individuelle Unterstützung und menschliche Verbindung, es gibt mehr Bedürfnis nach lokalen Angeboten, bei denen man sich wieder “in echt” begegnen kann.
    • Die Informationsaufnahme hat sich massiv verändert in den letzten paar Jahren – Kurse und ähnliche Selbstlernangebote werden nicht mehr so gekauft wie zuvor, weil man die Information mittlerweile schneller und anderweitig bekommt. 
    • Und: sie werden immer sensitiver dafür, ob hinter einem Angebot ein echter Mensch aus Fleisch und Blut steckt, oder “doch nur wieder ein Computer.”
    • Speziell der Coaching Markt befindet sich in einer „Glaubwürdigkeitskrise“, wie es viele Kollegen bezeichnet haben – was als Chance aber auch bedeutet, dass sich jetzt die Spreu vom Weizen trennt. Die Zeit der selbsternannten [füge hier deine Branche ein]-Gurus, die meist nur ein Buch über xyz gelesen haben und dir dann ihr “geheimes Rezept” für 5 Monatsmieten verkaufen, ist definitiv vorbei. Sturm sei Dank! Echte Expertise wird stärker gefragt als zuvor, weil Kunden sich schon zu oft die Finger verbrannt haben mit schlechten Angeboten.

    Wer bestehen will, muss Glaubwürdigkeit und Vertrauen aufbauen.

    Generisch ist tatsächlich vorbei. Wenn die Menschen vorsichtiger und wählerischer werden, wegen schlechter Erfahrungen oder weil sie schlicht kein Geld mehr zu verschenken haben, wenn es knapper wird, ist es angebracht, vor allem zwei wesentliche Bausteine des eigenen Business unter die Lupe zu nehmen, zu verbessern, zu schärfen, feinzuschleifen – kurz: zu vertiefen. 

    Was es jetzt mehr denn je braucht, ist Schärfe in der Positionierung und Nutzen im Angebot.

    Vertiefe deine Positionierung

    Nische

    Wie der Name schon sagt – es geht darum, wie du dich positionierst. Das bedeutet immer, sich festzulegen. Nicht nur auf eine Zielgruppe, einen Markt, einen Themenbereich (der relativ eng sein kann wie z.B. “Mütter von Kindern mit Schulangst” oder auch breiter, wie z.B. “Menschen in Lebensübergängen”) – sprich: die Nische.

    Deine Philosophie

    Es bedeutet auch, sich mit seiner Arbeitsweise, dem eigenen Ansatz und der Ausrichtung zu positionieren (z.B. als klassisch ausgebildeter Psychotherapeut, der einen spirituellen Ansatz verfolgt, oder eine Wildnisschule, die nicht nur Outdoor-Skills lehrt, sondern einen ebenso wichtigen Fokus auf die Begleitung der inneren Prozesse ihrer Teilnehmer, die draußen immer angestoßen werden, legt). Ich nenne das “Business Philosophie”.

    Irgendwie habe ich das instinktiv schon immer so ein bisschen gemacht, meine Weltsicht und meine Perspektive auf meine Arbeit irgendwie in meinen Auftritt einzubeziehen – einfach weil ich so bin. Tad Hargrave hat mir das Konzept dahinter aber erst richtig zugänglich und konkret umsetzbar gemacht, bei ihm heißt es Point of View Marketing.

    Und ich gebe ihm Recht: die eigene Perspektive, der Point of View, wird viel zu wenig aktiv genutzt, um das eigene Business darzustellen und abzugrenzen, auf eine wahrhaftige, persönliche, ehrliche Art und Weise.

    Die Sache ist die: Menschen wollen das Unternehmen kennenlernen, bei dem sie ihr Geld ausgeben, vor allem wenn es sich um die Branchen und Felder handelt, in denen wir so unterwegs sind – Businesses von Menschen für Menschen. In unserem Solo-Business sind wir das Unternehmen – wir Inhaber prägen es auf die direkteste Weise. Unsere Philosophie ist also ein entscheidender Faktor.

    Ein Beispiel:

    Als ich angefangen habe, Anbieter für eine Ausbildung in Wildnispädagogik oder ähnliches zu sondieren, wusste ich noch gar nicht so genau, was ich eigentlich suche. Ich war dabei, mich zu orientieren, habe mir Websites angeschaut, Ansätze und Inhalte gegeneinander abgewogen. Bis ich auf die Website besagter Wildnisschule kam, wusste ich nicht, dass das genau das war, was ich gesucht habe, aber als ich es las, war es klar. Ja, es waren auch die Ausbildungen und Seminare, die mich angesprochen haben, aber vor allem war es in erster Linie erst einmal ihre Philosophie – erst, als ich mit ihr in Resonanz gegangen war, wurden die Angebote an sich interessant.

    Deine tatsächliche Expertise

    Was auch zur Positionierung gehört, weil es direkt deine Nische und deine Philosophie beeinflusst, ist deine Expertise. Deine Positionierung sollte auf dem Stand deiner realen Expertise, deiner Erfahrung und deines Wissens (und deiner Weisheit ;)) basieren. Das heißt, sei auch hier wahrhaftig, berufe dich auf das, was du tatsächlich als Erfahrungswert hast. 

    Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen es hieß “fake it till you make it” – Himmel, ein recipe for disaster! Tu auf keinen Fall so, als wärst du etwas, was du (noch) gar nicht bist, sondern fokussiere dich auf das, was du jetzt schon gut kannst, wo du dich auskennst, und baue das aus. 

    Wenn du dich spezialisierst, auf ein Thema wie z.B. “Mütter von Kindern mit Schulangst” oder auch etwas Breiteres wie “Lebensübergänge gestalten”, aber bei der Sache bleibst, wirst du mit der Zeit immer besser. Du zehrst von den realen Erfahrungen, die du selbst machst und von den Erfahrungen, die du mit deinen Kunden in diesem Themenfeld, dieser Nische, sammelst. 

    Ich befasse mich seit mittlerweile über 25 Jahren mit dem Thema Berufung und Seelen-Aufgabe. Seit 15 Jahren im Kontext von Unternehmensorganisation und Selbständigkeit. Es kamen immer wieder Themen und Ausrichtungen hinzu, ich bin in mehrere Straßen abgebogen, die sich als Sackgasse herausstellten, aber am Ende ist das der rote Faden und jeder einzelne Schritt ein Erfahrungswert auf diesem Weg, von dem ich heute zehre.  

    Es geht darum, den Weg tatsächlich gegangen zu sein, Schritt für Schritt, nicht darum, ein Buch darüber gelesen zu haben und das dann als Wochenendseminar mit einem fancy Funnel unter die Leute zu bringen (Branchen-Rant over)

    Das bedeutet übrigens nicht, dass du als Therapeut z.B. jede Erfahrung deiner Kunden selbst erlebt haben musst, sondern dass du echte Erfahrung in der Begleitung echter Kunden mit möglichst einem speziellen Problem haben solltest (z.B. die Mütter mit den Schulangstkindern). Die eigene Erfahrung mit diesem oder einem ähnlichen Problem kann aber in bestimmten Feldern durchaus hilfreich sein, wenn man durch den Schmerz schon hindurch ist.

    Sei klar, worin du richtig gut bist und Expertise besitzt, und wenn du noch am Anfang stehst, werde besser in deiner Sache. Ein Mühlenbauer ist auch Zimmermann, er wird aber nicht besser im Mühlen Restaurieren, wenn er Carports und Dachstühle baut. 

    Vertiefe den Nutzen deines Angebotes

    Die Analyse der Daten und Erfahrungsberichte meiner Kollegen (ah, da ist sie wieder, die reale Erfahrung…) sagt es ziemlich deutlich: Menschen suchen sowieso aber vor allem in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit und Knappheit konkrete Lösungen oder Ergebnisse (Schmerzlinderung, Erreichen eines Ziels, einer konkreten Veränderung), oder sinnstiftende, verbindende, nährende Erlebnisse (und das kann für jeden etwas anderes sein, auch darum ist Kenntnis der Zielgruppe so wichtig und damit: sich festzulegen!). 

    Für ersteres ist Spezialisierung auf Schmerz und “Medizin” wichtig, für letzteres eine glasklare Philosophie im Ansatz, beides braucht aber beides in gewisser Ausführung. 

    Es ist ein beobachtbarer Trend bei der Angebotsauswahl auszumachen:

    Menschen wollen konkrete Ergebnisse, Unterstützung dabei, am Ball zu bleiben, Traktion zu erreichen, Fortschritt zu sehen. 

    Es gibt Millionen von Selbsthilfebüchern zu jedem x-beliebigen Thema, dennoch haben die Menschen noch immer mit denselben Dingen zu kämpfen, die diese Bücher behandeln. Es macht einen Unterschied, ob ich kognitiv etwas verstehe, oder ob ich im realen Leben in die Handlung komme. Ein Haus baut sich nicht, wenn ich Bücher über’s Hausbauen lese, und es wird garantiert irgendwas aufkommen, was in keinem dieser verdammten Bücher steht. Das Buch hilft mir, zu verstehen, auf was ich mich da unter Umständen einlasse – aber es verarztet nicht den Nagel im Fuß und auch nicht die Ehekrise mit meiner Frau, die nach 3 Jahren noch immer auf einer Baustelle wohnt. Schritt-für Schritt-Begleitung wird immer wichtiger. 

    Persönliche, maßgeschneiderte Dienstleistungen 

    stehen wieder höher im Kurs als selbstgeführte Onlinekurse – siehe Punkt oben und einfach weil Wissen mittlerweile anders abrufbar ist.

    Wenn es keine Einzelbegleitung ist, werden sehr kleine Gruppen (ca. 4-5 Leute) bevorzugt. 

    Die sind meist anspruchsvoller zu betreuen, bieten aber für dich und deine Kunden preistechnisch einen guten Mittelweg zwischen intensiver, hochpreisiger Einzelbegleitung und günstigen “Massen”-Seminaren. Außerdem kannst du eine dedizierte Auswahl treffen, was dafür sorgt, dass die Gruppenmitglieder durch gute Passung enorm voneinander profitieren. (Das heißt nicht, dass nicht auch größere Gruppen bis vielleicht maximal 20 Leuten funktionieren, es geht hier um einen distinktiven Bedarf am Markt, den man, wenn er zum eigenen Angebot passt, bedienen kann.)

    Die Menschen suchen nach einem tiefen Gefühl von Unterstützung und Verbundenheit, das die KI ihnen nicht geben kann. 

    Angebote, die analog oder auch online für Verbindung, Gemeinschaft und Erleben sorgen, werden nach wie vor gekauft, solange das Erleben und damit der “Nutzen” oder “Wert” erkennbar ist. Das funktioniert nur mit klarer Positionierung und dadurch auch Weiterempfehlung. 

    “Ich kann / will mich nicht festlegen…”

    Der wohl am meisten gesagte Satz, wenn es um die Ausrichtung des eigenen Business geht. Und glaube mir, ich fühle deinen Schmerz! Festlegen kommt immer mit Angst vor falschen Entscheidungen, Kundenverlust, vielleicht auch einfach Langeweile. 

    Wer noch am Anfang seines Business steht, so ca. die ersten 3 Jahre, kann sich auch noch gar nicht festlegen. Man muss erst einmal Einzelkunden bekommen, das Angebot validieren, eine Nische überhaupt erst einmal durch Ausprobieren unterschiedlichster Sachen finden. 

    Man muss herausfinden, welche Botschaft ankommt – und man springt auch gerne von einer Nische zur anderen, weil man neugierig ist und viele Interessen hat. Man will sich nicht wirklich auf etwas Spezielles festlegen, man will eher breit bleiben, verschiedene Dinge ausprobieren, und das ist alles in Ordnung und auch notwendig. 

    Aber hier kommt mein FETTES ABER: 

    Willst du dein Ding machen oder willst du wirklich ein Business haben? 

    Wenn du ein Business haben willst, gibt es bestimmte Entscheidungen, die du treffen musst, und Dinge, die du tun musst, die dir unangenehm sind, und Nischenfindung ist definitiv eine davon. 

    Bei einer Nische zu bleiben, dafür ein Programm (meint hier Lösungsweg, Begleitungsfokus usw. oder auch ein fester Ablauf von Schritten) zu entwickeln, konkrete Angebote und Wege, die man mit den Kunden geht, dazu abgestimmte Marketing-Rhythmen zu etablieren, die hilfreich und nachhaltig sind – all das, was ein funktionierendes Business ausmacht, funktioniert nicht, wenn du drei verschiedene Programme entwickelst oder die unterschiedlichsten Angebote ohne gemeinsamen Kern hast. 

    Es dauert lange, das richtige Programm, die richtige Botschaft für ein Angebot herauszufinden, es zu testen, es zu verbessern. Es dauert Zeit, Vertrauen zu gewinnen und Leute zu haben, die dein Angebot weiterempfehlen. 

    Ich hatte als Key Account Manager in einer Werbeagentur mal einen Großkunden, der bei jeder “super neuen, super innovativen” Kampagnenentwicklung immer wieder mit dem Satz “Consistency is key!” kam. Wir haben das zwar ernst genommen, aber immer auch ein bisschen Schabernack mit dem Ausspruch getrieben, aber er hatte so Recht: 

    Konsistenz ist der Schlüssel zur Expertise, Qualität, Wiedererkennung und Weiterempfehlung. Wenn du ständig mehrgleisig fährst, mit mehreren Nischen, Angeboten, ist es verrückt, überall Konsistenz aufbauen zu wollen. 

    Erst recht in unsicheren Zeiten ist Stabilität und Konsistenz wichtig – es ist wahrscheinlich noch schwerer, Dinge ins Laufen zu bringen, Vertrauen aufzubauen, aber gerade deswegen ist es wichtig, früher damit anzufangen und länger dranzubleiben, eine Nische schneller auszuwählen und dann dabei zu bleiben.

    Ja, ich verstehe und kenne von meinem eigenen Business die Nervosität, die richtige Wahl zu treffen – was, wenn ich mich voll auf eine Nische einlasse und dann daneben liege?

    Die harte Wahrheit: Manchmal lernt man nur durchs Machen und etwas lange genug auszuprobieren, für ein, zwei oder drei Jahre, um zu sehen, ob es funktioniert (ah, da ist sie wieder, die Erfahrung). 

    Die meisten Business-Inhaber springen zu schnell von einer Sache zur nächsten, bevor sie richtig Fahrt aufnehmen kann, bevor sie richtig gut geworden ist. Wenn du immer wieder von vorn anfängst, wird es aber nie leichter.

    Caroline Leon, bei der ich einmal Rat für mein Business und die Unsicherheit mit der richtigen Nischenwahl suchte, hat mir damals gesagt: “Niche for now!” – heißt, nimm das, was du da jetzt hast, und probiere es aus. Sprich mit realen Kunden, Interessenten, Followern, sieh, ob und was sich daraus entwickelt. 

    Meine Nische war zu der Zeit schon sehr klar, es war einfach nur die Angst, damit nicht landen zu können. Das würde ich aber nie erfahren, wenn ich es nicht ausprobiere. 

    Und mal ganz ehrlich: wenn man ein Business führt, gehört diese Unsicherheit einfach dazu. Ausprobieren, falsche Entscheidungen treffen, diese revidieren, wieder aufstehen, weitermachen. Die Aufgabe der ultimativen Sicherheit ist die Kehrseite unserer selbstbestimmten Arbeit, darüber muss sich jeder klar sein. 

    Auch als Business Inhaber mit Herz solltest du BUSINESS Inhaber sein.

    Die meisten Selbständigen, die einen inneren Ruf haben, etwas bewirken und bewegen wollen, die ein Anliegen haben, gehen die Sache mit der Nische so an, dass sie ihrem Herzen folgen und dann herausfinden möchten, wie sie damit Geld verdienen können. 

    Gehen wir das doch mal andersherum an: lass uns erstmal schauen, wie wir dafür sorgen, dass dein Business Geld bringen kann, weil es etwas anbietet, was gebraucht und gewollt wird, und dann stecken wir Herz in alles, was du damit tust. 

    Denn wenn du keine Nische wählst, die Bestand hat, entwirfst du vielleicht ein Business, das unter Umständen nie den Test der Zeit bestehen wird – politische Veränderungen, wirtschaftliche Instabilität, all diese Unsicherheiten, mit denen wir heute konfrontiert sind. 

    Eine Nische, die Bestand hat, ist nicht dadurch gekennzeichnet, dass einmal etwas funktioniert. Wenn du das erste Mal ein Angebot verkaufst, ist das nicht die Bestätigung dafür, dass diese Sache die Zeit überstehen wird. Die wirkliche Bestätigung kommt, wenn du es wiederholt an Menschen verkaufst, die dich nicht kennen. Wenn du über deinen inneren Kreis aus treuen Kunden und Kontakten hinausgehst. Dann hast du einen Ruf, eine echte Reputation. 

    Es ist viel, viel schwerer, die anerkannte Autorität in vielen Dingen zu werden, als in einer. Deine ganze Arbeit und alles drumherum wird immer besser, wenn du dich festlegst und spezialisierst – auf ein Thema oder ein ganz spezifisches Problem. Qualität und wahre Expertise entstehen durch Wiederholung und Dauer. 

    Langlebigkeit in einer Sache ist der ultimative Vertrauensaufbau. Und dieses Vertrauen deinem Business und dir gegenüber signalisiert in Zeiten von Rezession und Skepsis Stabilität und Glaubwürdigkeit. 

    Das Gegenteil von Langeweile im Business ist Stress und Achterbahn!

    Wenn ich mir meine letzten sechs Business Jahre in diesem Welten-Chaos und den vielen inneren und äußeren Umbrüchen so anschaue, hätte ich so langsam gegen ein bisschen Langeweile absolut gar nichts einzuwenden. 

    Gutes Geld zu verdienen, ein stabiles Einkommen und eine Reputation zu haben, ist eine richtig gute Sache – und ein Zeichen von Langeweile im Business. Weil es dann nämlich einfach läuft. Wenn wir mal ehrlich sind, ist das der Zustand, den wir Solo-Unternehmer eigentlich anstreben, denn dann ist Planbarkeit, Momentum und Stabilität statt Dauer-Hustle angesagt. 

    Und auch mit der Festlegung auf eine Nische gibt es innerhalb dieser tausende von Themen, über die du reden kannst, und die alle dennoch einem roten Faden folgen. Innerhalb des Angebots und der Transformation kannst du ebenfalls experimentieren, du musst nicht immer alles neu und von vorne kreieren, wenn dir langweilig ist. Mach aus einem Gruppenangebot eine Einzelbegleitung oder andersherum, passe einzelne Bausteine an, switche von online zu analog oder andersherum. 

    Ein langweiliges Business ist ein gutes Business, denn dann hast du endlich mal wieder Zeit für all die Unternehmungen deines privaten Freizeitlebens, ohne dir im Stillen Vorwürfe zu machen, dass du noch keinen Plan hast, wie du ab der zweiten Jahreshälfte die Rechnungen bezahlen sollst. 

    Dir mit guter Arbeit genug Raum für dein LEBEN zu erwirtschaften mit dem, was du gerne tust, ist alles andere als langweilig, und am Ende auch Sinn und Zweck unseres Abeitsfomats “eigenes Business” – uns das Leben zu ermöglichen, das wir führen wollen.

    Mein Appell an dich ist folgender: werde erfolgreich genug, dass du es dir leisten kannst, deine Freizeit mit genug Dingen zu füllen, die du liebst. 

    Was du konkret in deinem Business tun kannst 

    • Höre sehr gut und sehr viel zu. Habe ein Ohr an deiner Zielgruppe (dafür brauchst du eben eine Zielgruppe) – wie reden deine Kunden und dein interessiertes Publikum über das, was sie wollen, brauchen, suchen, in welchem Kontext?
    • Transparente Preise auf einer sauber geschriebenen Sales Page: wenn die Leute genauer scannen, gib ihnen alle relevanten Informationen, die sie brauchen, um für sich eine fundierte und gute Entscheidung zu treffen, ob dein Angebot das richtige ist und ob sie es sich leisten können / wollen. Ringe ihnen nicht die Notwendigkeit ab, mit dir in Kontakt gehen zu müssen, um die Basics herauszufinden.
    • Sicherheit durch Integrität und Expertise: die Menschen suchen jemanden, der weiß, was er tut. Konzentriere dich auf eine Nische und gehe dort wirklich in die Tiefe. Das hilft nicht nur bei Ergebnissen für deine Kunden (wenn du seit Jahren mit Migräne kämpfst, gehst du dann eher zu einem Experten in dem Gebiet oder zu einem beliebigen Allgemeinarzt aus der ersten Google Suche?), sondern auch enorm bei wertvollem Marketing-Content.
    • Proof of Concept: Beweise, dass du weißt, was du da machst. Case Studies statt anonyme Testimonials zeigen, wem konkret du wie und wobei konkret geholfen hast.
    • Das Geld liegt beim “warmen Publikum”: völlig unbekannte Leute über eine Werbeanzeige oder ähnliches in deine Welt zu holen ist fein (vorausgesetzt du hast eine glasklare Nische, sonst bringt dir Werbung rein gar nichts), aber die wenigsten werden (die Quote liegt je nachdem bei 2 bis maximal 10%) mit einer Kaufabsicht kommen. Was danach zählt, ist das, was man im Marketing-Kontext „Nurturing“ nennt – nähren, in Verbindung bleiben. Das machst du über wertvollen Content, der auf deine Zielgruppe zugeschnitten ist und ihnen zeigt, dass du weißt, was du da tust.
    • Der Wahrheit verpflichtetes Marketing: Skalierungs-Marketing über einfache Freebies, Webinare und andere Funnels (die die meisten feinfühligen Dienstleister als auch deren Kunden irgendwie sowieso schon immer nervig fanden, weil es nie um Nutzen, sondern immer sehr schnell um Sales ging) funktionieren nicht mehr – du musst erst Vertrauen aufbauen, bevor dein Publikum Kaufentscheidungen trifft. 
    • Echte Konversation statt Social Media (und anderes) Rauschen: ich denke, dass Social Media für einige Businesses nach wie vor hilfreich sein kann (sofern man es als Unternehmen schafft, dort auf eine für einen selbst gesunde und nachhaltige Weise präsent zu sein, aber das ist ein soooooo weites Thema für sich). Aber es geht definitiv ohne und für viele Inhaber in menschen-fokussierten Leistungsbereichen ist echte live-Konversation sehr viel zielführender (das Eschwege-Institut, bei dem ich seit 2023 in Ausbildung zur Initiatischen Prozessbegleitung ® bin, bietet z.B. regelmäßige Online-Treffen, den sog. Explorationsraum, an, wo man das Institut, deren Methoden und Haltung unverbindlich kennenlernen kann.)

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    Business Entwicklung Phase 3 – Entfaltung

    Business Entwicklung Phase 3 – Entfaltung

    Momentum und Verwurzelung, ein Zuhause für deine Arbeit

    30. Juli 2025 | Cynthia Dauterstedt

    Phase 3 ist das Ziel vieler Selbständigen - eine stabile Business Architektur, die Leichtigkeit, Wirkungsamkeit und Tiefe ihrer Arbeit ermöglicht.

    Business Entwicklung Phase 3 – Entfaltung und Verwurzelung
    Photo by John Mccann on Unsplash

    Phase 3 ist das Ziel vieler Selbständigen – Ankommen, Selbständigkeit stabilisieren und planbar machen. Keine schnellen Skalierungen und Profitmaximierungs-Strategien, sondern Verwurzelung des Business. Ein Zuhause für die eigene Arbeit bauen, das bleiben kann, auch wenn es sich im Laufe der Jahre wandeln wird. Hier wird es leichter, hier wird es stärker, wahrhaftig erfüllend – wenn man vorher seine Hausaufgaben gemacht hat. Hier baut man aus Selbständigkeit ein Solopreneur Business – und kann bei Bedarf von hier auch weiter gehen.

    Hier habe ich alle vier Phasen in der Übersicht beschrieben und wie sie aufeinander aufbauen.
    Dieser Artikel ist die Vertiefung von Phase 3, für die Selbständigen, die als Solopreneure ein stabiles, dauerhaftes Zuhause für ihre Arbeit schaffen wollen. 

    Vertiefung Phase 3 – Teil 4 der Serie zur Business Entwicklung. 
    Die weiteren Teile der Serie findest du am Ende des Artikels verlinkt. 

    Inhalt

    Das Ziel ist nicht “Unternehmen” – sondern Momentum im Business

    Momentum – so bezeichnet Mark Silver die dritte Phase der “Four Stages of Business Development”, deren Konzept die Inspiration zu dieser Serie geliefert hat. Es eröffnet eine tiefere und praktikablere Ebene für das ganze Thema Business Entwicklung für Selbständige als der übliche “Weg zum Unternehmen”.

    Hier verkörpert sich der Zustand der Selbständigkeit, den die meisten von uns anstreben – Momentum. Der Laden läuft. Es wird leichter, planbarer, beständiger, erfüllender. Hier trägt endlich Früchte, was wir die vorhergehenden Phasen aufgebaut und gepflegt haben. Hier können wir bleiben – nicht mehr selbst und ständig, sondern wirklich unabhängig.

    Willkommen im Solopreneur Business.

    die 4 Phasen der Business Entwicklung sind wie das Wachstum eines Baumes.

    Unser (ich zähle mich dazu) Ziel ist nämlich meist garnicht, “waschechte Unternehmer” zu werden, also Unternehmen mit Mitarbeitern aufzubauen, CEO zu werden und das Ding womöglich am Ende an die Börse zu bringen oder zu verkaufen. Wir wollen Teil und Seele unseres Business bleiben, wir wollen unsere Arbeit machen und mit unseren Kunden verbunden bleiben – nur wollen wir das eben leichter, effektiver, planbarer und verlässlicher, als es in Phase 2 noch ist. Für mich ist es die Entfaltung deines Business in seine “fertige” Form. Das Haus, das deins bleiben kann, ein Leben lang, auch wenn du es noch diverse Male umräumen, neu einrichten oder sogar umbauen wirst.

    Phase 3 ist das, wo aus “Hustle” endlich ein stabiles, verlässliches, erfülltes und erfolgreiches Business wird. Auch wenn du solo bleibst.

    Was ist eigentlich “Business”?

    Ich benutze das Wort Business mehr oder weniger (augenscheinlich) schluderig für so ziemlich jede Phase von der Gründung bis zum “echten” Unternehmen (die optionale Phase 4). Ich grenze eigentlich nur den Freelancer ab, oder alle anderen Formen der nicht-angestellten Arbeit, die aber dennoch weisungsgebunden einen Auftrag ausführen, dessen Inhalt und Modus der Kunde bestimmt. 

    Sobald man anfängt, sich die eigene Arbeit selbst zu kreieren (siehe dazu den Artikel zu Phase 2), ist man nach meiner Auffassung – egal, ob noch am Anfang oder schon hier angekommen, in irgendeiner Weise mit Business befasst. Denn man ist auf dem Weg dorthin, was Phase 3 bedeutet. Wenn ich mit der genauen deutschen Übersetzung “Unternehmen” komme, werden aber sofort die falschen Assoziationen geweckt, die eher was mit Phase 4 zu tun haben als mit dem, was eigentlich unser Ziel als Selbständige ist – nämlich selbstbestimmte, unabhängige Arbeit in einer Form, die verlässlich und wachstumsfähig ist.

    Das Business als Unternehmer

    Darauf gehe ich kurz am Ende zu Phase 4 ein. Diese Phase ist optional, man muss sie nicht erreichen, und sie verlangt völlig andere Ressourcen und Notwendigkeiten als die anderen. Und: sie ist nicht der Fokus meines Business. Wenn du ein Unternehmen in diesem Sinne aufbauen willst, bin ich nicht die Richtige – schlicht, weil ich mich auf Phase 2 und 3 spezialisiert habe. Das deutlichste Kennzeichen hier: du kannst deinem Business mindestens ein halbes Jahr fernbleiben und verdienst weiterhin dein übliches Einkommen. In dieser Phase gibt es keine Umsatzgrenze – je größer das Unternehmen wird, umso mehr Umsatz ist möglich, aber umso komplexer wird es unter Umständen auch.

    Das Business als Solopreneur

    Mein Ziel ist es, meine Kunden durch Phase 2 zu Phase 3 zu bringen – und wenn sie sich dort nicht mehr eins fühlen mit dem Business, es in Phase 3 so zu verändern, dass es wieder passt (denn auch ein fertiges Business durchläuft Evolutions-Zyklen – aber das ist ein Thema für eine andere Stelle). 

    Das deutlichste Merkmal hier: du bist nicht mehr dein Business, du HAST ein Business. 

    Deine Strukturen in den essentiellen Elementen sind stabil und ausgebaut, deine Systeme innerhalb dieser Strukturen funktionieren und sind entweder automatisiert  oder werden von 1-2 Vollzeit-Mitarbeitern ausgeführt, denen du ein anständiges Gehalt oder Honorar bezahlen kannst. Dein Business wirft ausreichend ab für dein Leben, du kannst reinvestieren, um es besser zu machen und sogar noch etwas zurückgeben – z.B. für eine gemeinnützige Sache, die dir wichtig ist.  

    Du kannst deine Aufgabe motivierter, leichter, freudvoller erfüllen, und vielleicht wirst du dadurch am Ende sogar “aus Versehen” einer der besten Unternehmer, die die Welt gerade braucht. Aber hier zu bleiben, in Phase 3, kann auch einfach die Erfüllung sein. 

    Merkmale
      • solides Angebot und Business Modell
      • klare Positionierung 
      • du machst nicht mehr alles allein – du kannst und musst auslagern
      • eine gut geölte Maschine – du HAST ein Business
      • solide Reputation und stetiger Kundenstrom
      • tatsächliches Business Wachstum
      • Flow
      • Test verschiedener Business Modelle und Marketingmaßnahmen
      • verlässliches, planbares, solides Einkommen
      • natürliche Umsatzgrenze als Solopreneur
      • realistisch 5+ Jahre, hier anzukommen
        Was es braucht
          • Ausbau, Vereinfachung und Optimierung der Systeme
          • mindestens 1-2 Mitarbeiter 
          • Investition in anderweitigen Support
          • Marktbeobachtung und strategische Analyse
          • wachsende Unabhängigkeit im Tagesgeschäft
          • eine lebensfreundliche Business Architektur

          Hier erntest du Früchte.

          Business Entwicklung Phase 3 - Das Ziel vieler Selbständiger. Leichter, freier, wirksamer und verlässlicher arbeiten mit Solopreneuer Business.

          Phase 4 ist nur Option, aber Phase 1 bis 3 sind ein Muss, wenn du nicht im vielbeschworenen Modus aus selbst und ständig hängenbleiben willst. Der Modus ist Teil vom Weg, er ist typisch für Phase 2, aber er muss durch Systemaufbau hinter sich gelassen werden. Die dritte und sehr wahrscheinlich für dich finale Phase ist die, in der ein Baum entsteht, der deine Hängematte tragen und dem Sturm standhalten kann, ein Baum, der jedes Jahr Früchte trägt und auch mal Trockenperioden übersteht.

          Wenn du dein Business-Haus hier passend zu deinen Bedürfnissen und deinem Leben baust, hast du den Freiraum, dich hauptsächlich auf deine inhaltliche, eigentliche Arbeit zu fokussieren, besser zu werden, spezialisierter, dich weiterzubilden, du hast die Freiheit, nur noch mit Kunden zu arbeiten, die eine richtig gute Passung sind – einfach, weil deine Positionierung so glasklar und deine Reputation so gefestigt ist, dass genügend der Richtigen bei dir landen und du die Falschen liegen lassen kannst. 

          Realistisch landest du hier frühestens nach 5 Jahren – aber du schaffst es auch mit sehr viel Anstrengung von Phase 1 zu Phase 3 in 3 Jahren. Die natürliche Umsatzgrenze für Solopreneure liegt je nach Business Modell und Branche bei ca. 500.000 €, maximal einer Million. Aus meiner Erfahrung. Mehr Wachstum braucht am Ende schon wieder ein größeres Team, und schwupps bist du in Phase 4.

          Die Gefahr in dieser Phase

          Der Laden läuft. Wir machen verlässlichen Umsatz von mindestens 10-25.000 €  im Monat, aufwärts. Wir können reinvestieren und unseren Mitarbeitern ein anständiges Gehalt oder Honorar auszahlen. Wir haben Erfolg, unsere Kunden erzielen Ergebnisse, wir werden weiterempfohlen und sind selbst der Multiplikator für andere, die noch in Phase 2 stecken.

          Das kann sehr verführerisch werden – und zu einer Falle, wenn wir uns zu viele Formate aufgeladen haben oder zu viele unterschiedliche Zielgruppen bedienen, die alle andere Bedürfnisse haben. Wir sind zwar gefestigt in unserer Ausrichtung – v.a. in unserer Philosophie und den Beziehungen – und wir haben auch ein Business Modell, das funktioniert. Aber es wird zu komplex. Es wird zu voll. Wir haben zu viele Formate und ein Haus gebaut, das so gar nicht unseren Vorlieben entspricht. Das Business läuft, aber zu einem hohen Preis.

          Im Wesentlichen gibt es 3 Formen, wie sich ein nicht passendes Business Haus zeigt, wobei die ersten beiden oft zusammenhängen:

          • richtige Arbeit im falschen Format

            Strukturproblem

            wir machen was wir lieben, aber auf eine Weise, die wir hassen – das Format passt nicht.

          • richtige Arbeit in unpassendem Haus

            Strukturproblem

            …oder es sind zu viele Formate und damit zu viel Stress.

          • falsche Arbeit, unpassendes Haus

            Sinnproblem

            wir machen etwas, das wir nicht (mehr) lieben, obwohl es Erfolg bringt – sehr wahrscheinlich ist die Nische die falsche oder wir sind schlicht aus unserem Business herausgewachsen.

          Anhalten. Innehalten. 

          Wichtig hier ist einmal innezuhalten und dich zu fragen, wie dein Leben eigentlich sein soll und wie dein Business aussehen muss, damit es dir das ermöglicht. Und dann zu überprüfen, inwieweit dein aktuelles Haus dazu passt oder eben nicht. Wir entwickeln uns als Menschen stetig weiter, und es ist wichtig, dass das Business sich mitentwickeln kann, damit es eben nicht zum Gefängnis für Zeit oder Freude wird. 

          Es ist dabei notwendig, die Ursachen zu verstehen.

          Ursache Nische – ein Sinnproblem

          Irgendwo in Phase 2 haben wir uns auf eine Nische fokussiert, die funktioniert hat, aber die nicht so richtig mit unseren Interessen, Werten, Vorlieben, Ambitionen – all dem, was in der Philosophie der Positionierung angesiedelt ist und nicht mit der Zielgruppe, sondern uns selbst zusammenhängt – übereinstimmt. Oder sie tut es in der jetzigen Phase unserer Entwicklung nicht mehr. 

          Wir bauen unser Business Haus um etwas herum, das nicht in Einklang mit uns steht. 

          Ursache Business Modell – ein Strukturproblem

          Irgendwo in Phase 2 ist in etwa das passiert:

          • weil dein Point of View auf den Punkt ist und sich viele deiner Wunschkunden damit identifizieren, und weil die Markting-Straßen zu deinem Business gut ausgebaut sind (funktionierende Systeme, Weiterempfehlungen), landen immer mehr Leute bei dir
          • sie gehören zwar zur Zielgruppe, stehen aber auf unterschiedlichen Levels und haben damit unterschiedliche Bedürfnisse, was deine Angebote anbelangt
          • du entwickelst passende Formate, um einerseits diesen Bedürfnissen zu begegnen und auch weil du dich mit nur einer Sache langweilen würdest (die Stolperfalle aller “Multipassionate Entrepreneurs”, wie man uns Leute mit vielen kreativen Ideen und Interessen nennt)
          • schwupps, hast du nicht nur deine exklusiven 1:1 Beratungen, sondern eine Masterclass, die du 2x im Jahr anbietest, und die gelauncht werden will, eine Membership, Onlinekurse, gibst Seminare…
          • …und jedes dieser Formate braucht Systeme drumrum und entsprechende Vermarktung, die meist zeitkritisch ist;
          • eigentlich hast du das alles aufgebaut (mit Ziel Phase 3), damit du mehr Zeit für deine Familie hast, wenn das Business endlich läuft – stattdessen hast du das genaue Gegenteil.

          Anstatt eines Business hast du dir ein Gefängnis konstruiert, aus dem du nicht mehr rauszukommen scheinst, aus Angst, alles wegschmeißen zu müssen, was du dir aufgebaut hast.

          Die Lösung für das Sinnproblem: zurück zur Seele
          (zu deiner und der des Business)

          Es scheint so einfach, ist in meinen Augen aber sicher nicht leichter als die Transformation des reinen Strukturproblems. Was es hier braucht ist intensive Arbeit mit der Nische und auch der eigenen Philosophie. Bei meinen Kunden sehe ich hier meist den inneren Schmerz, die eigene Wahrheit und innerste Überzeugung ihrer Arbeit gegenüber nicht vollständig integrieren zu können. Die Ursache sind nicht allein sie selbst, dem ganzen Dilemma liegen auch systemische Ursachen unserer Gesellschaft zugrunde. Ich habe darüber ausführlich in diesem Artikel und meiner Business Philosophie geschrieben. 

          Hier braucht es den Mut, dazu zu stehen, von welcher Art seiner Arbeit man überzeugt ist, auch wenn das völlig anders ist als das, was die Kollegen machen. 

          Die Lösung für das Strukturproblem: Vereinfachen

          Weniger ist mehr. Wenn du liebst was du tust, aber dir dein Business über den Kopf wächst, braucht das Haus ein Makeover. Du musst vereinfachen, was bedeutet, nein zu sagen zu all den Optionen. 

          “Das Problem ist, jede Strategie braucht Meisterschaft, damit sie funktioniert. Darum ist es extrem schwer, diese Strategien zu testen, ob sie wirklich funktionieren, ohne Meisterschaft in ihnen zu haben. Aber du kannst nicht in jeder Strategie ein Meister werden.”

          Gemma Gilbert

          Diese Aussage von ihr habe ich aus ihrem Gastvortrag in einem Workshop mitgenommen, denn sie trifft den Nagel auf den Kopf (und Gemma ist ein Paradebeispiel für Meisterschaft in einer Sache, denn sie hat nur ein einziges Angebot und das in wahrlich meisterhafter Form): 

          Du hast die inhaltliche Findungsphase hinter dir – du kennst deine Arbeitsvorlieben, weißt, worin du besonders gut bist und was du gerne machst, weißt genau, wer deine Zielgruppe ist und hast die Systeme, um sie zu erreichen, etabliert. 

          Fokussiere dich auf diese eine klare Zielgruppe – eine, bei der du glücklich wärst, wenn 90% deiner Kunden nur noch das wären und die im Idealfall schon ein Stück auf ihrem Weg sind, statt noch komplett am Anfang zu stehen. Es ist effektiver, mit ihnen merkliche Ergebnisse zu erzielen. Fokussiere dich ein Angebot für diese Zielgruppe (z.B. ein Gruppenangebot), eine Quelle für neue Kontakte (z.B. Werbung), eine Nurturing-Strategie (z.B. Newsletter), eine Verkaufsstrategie (z.B. Sales Page). Werde gut darin. Richtig, richtig gut darin. 

          Gehe in die Tiefe, statt in die Breite. So wird dein Business besser, entspannter, leichter.

          Und dafür musst du es lange genug machen.

          Wenn Selbständigkeit für dich eine Lebenseinstellung ist, musst du ein Business aufbauen.

          Ich kenne so gut wie keinen Selbständigen, der es in Phase 2 geschafft hat und schon eine Weile dabei ist, für den die Gestaltung und Beschaffung der eigenen Arbeit keine Lebenseinstellung ist. Aber wenn es dein Leben auch lebenslang tragen können soll, sind die Phasen 1 bis 3 ein Muss, damit du frei bleibst – also unabhängig und selbstbestimmt, in allen Bereichen. 

          Die nächste und vierte Phase ist optional – die meisten Selbständigen wollen garnicht so weit gehen. Sie wollen einfach zufrieden und leichter arbeiten, und dafür ist Phase 3 der Landeplatz.

          Wenn du hier ein stabiles Haus baust, hast du die Substanz, um auch äußere Einwirkungen gut zu überstehen (Marktveränderungen, Wirtschaftskrisen oder einfach Flauten), du hast den Raum, auch mal zeitweise rausgehen zu können (Krankheit, Auszeit, Weiterbildung, Leben). Du hast die Möglichkeit, es umzubauen, wenn es nicht mehr passt, ohne wieder im Zelt leben zu müssen. Du kannst entspannter und vorausschauender seine natürlichen Evolutionszyklen gestalten. 

          Du hast ein Zuhause für deine Arbeit, die dich durch’s ganze Leben tragen kann. Ein Business ist nicht nur der befriedigendste, sondern wahrscheinlich auch der sicherste Invest in deine Zukunft, besser als Gold oder Bitcoin. Denn du hast es in der Hand. Es ist deins. Es gibt dir Freiheit. 

          Drum prüfe, wer weitergehen will: Phase 4, Independence – Reife

          Die vierte Phase ist wie gesagt nicht mein Fokus, und wer hier landen will, ist bei einem meiner Kollegen sicher besser aufgehoben. Darum hat sie keinen eigenen Artikel bekommen – aber für das Verständnis des gesamten Bildes darf sie in meinen Augen hier nicht fehlen, auch um eine bewusste Entscheidung treffen zu können, wie weit man gehen will und mit welchen Konsequenzen dieser Weg kommt. 

          In Phase 4 ist der Baum ist zu etwas geworden, was nicht nur deine Hängematte trägt, sondern viele. Wenn du vorher solide gearbeitet und aufgebaut hast, übersteht er auch den Blitzeinschlag. 

          Laut dem Chasflow Quadranten von Robert Kiyosaki sind nur die beiden Modi “Business Owner” und “Investor” in der Lage, dir Unabhängigkeit zu ermöglichen – weil du hier nicht mehr Zeit gegen Geld tauschst, sondern einen Hebel für dein Einkommen hast. Seine Lehre kann man auf tieferen Ebenen kritisch sehen, aber was finanzielle Unabhängigkeit anbelangt, hat er Recht: ein wirklich gut funktionierendes Business ist ein Schlüssel zu wirklicher finanzieller Freiheit. Laut Kiyosaki ist allerdings nur der Business-Inhaber wirklich unabhängig, der seinem Unternehmen ein Jahr fernbleiben kann und es noch immer funktionierend vorfindet. Oben habe ich erwähnt, dass ich das Merkmal bei 6 Monaten ansetze. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

          Dieser vierte Schritt kommt mit Konsequenzen: hier bist du nicht mehr der Solopreneur, der sich auf effektive Weise verwirklicht, hier bist du CEO, der eine Firma leitet und Verantwortung für seine Mitarbeiter und deren Familien trägt, denn sie bestreiten ihren Lebensunterhalt von deinem Business. 

          Hier kommt irgendwann auch die Frage auf, ob du dein Business verkaufst. Diese Phase braucht sehr viel Geld und Ressourcen. Deine Rolle wird eine komplett andere – du arbeitest nicht mehr mit Kunden und führst deine Aufgabe oder “Mission” auf derart direkte Weise aus, du wirst zu einem Unternehmensführer, dessen Business diese “Mission” im weitesten Sinne übernimmt. 

          Merkmale
            • 6-12 Monate Abwesenheit möglich
            • deine Kundenarbeit machen andere
            • reine Option – kein Muss
            • für größeres Wachstum notwendig
            • realistisch nach 10+ Jahren Selbständigkeit erreichbar
            • Umsatz ab 1 Million aufwärts
            Was es braucht
              • Kapital und Ressourcen
              • CEO Kompetenzen
              • einwandfrei funktionierende Multi-Level-Systeme

              Das Recipe for Desaster in Phase 4

              In Kurz: ein Unternehmen mit Startkapital und Team aufzubauen, ohne die Phasen 1-3 durchlaufen zu haben. Die Strukturen fehlen, die Nische ist nicht klar genug, das Angebot ist alles für jeden, das Team funktioniert nicht ohne Chef, weil keine ausgereiften Systeme da sind – das ganze Ding ist wie mit Turbodünger hochgeschossen, statt organisch zu wachsen. Wäre es ein Haus, ist es, als ob du mehrere Geschosse baust, weil das Material (die Anfragen) da sind, aber das Fundament komplett fehlt. Der Inhaber kommt nie raus aus dem Tagesgeschäft, sobald der Hauptkunde abspringt, fängt alles an zu wackeln, jeder Fehler wird mitskaliert. Am Ende stehen im schlimmsten Fall Burnout oder sogar Insolvenz. 

              Organisch wachsen heißt nicht, dass es 10 Jahre dauern muss – aber allen Phasen die individuell notwendige Zeit zu geben, die sie zur Vollendung brauchen. Und das Freunde, geht nicht über Nacht.

              Wenn deine langjährige Selbständigkeit kein Business ist, sondern eher selbst und ständig bedeutet, steckst du sehr wahrscheinlich in Phase 2 fest.
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              Dieser Artikel ist Teil einer Serie
              • Die 4 Phasen der Business Entwicklung zu kennen hilft dir bei der Verortung und den richtigen Schritten.

                Die vier Phasen der Business Entwicklung

                Für Selbständige, die leichter und erfolgreicher arbeiten wollen

                Dieser Artikel ist Aufruf und Anleitung zur inneren Standortbestimmung für die Selbständigen, die ihr Business als Ausdruck ihrer Berufung leben wollen, die nicht den klassischen Unternehmerweg beschreiten, sondern einfach leichter, freier und selbstverwirklichter arbeiten wollen.

              • Zu Beginn der Selbständigkeit geht es ums Ausprobieren, Lernen und Nische finden. Kein Umweg, sondern der Weg selbst.

                Vertiefung Phase 1 – Entstehung

                Schöpfung, Experiment und Kreativität

                Ermutigung zur Experimentierfreude für Starter der Selbständigkeit, die diesen Weg als Ausdruck ihrer Berufung gehen wollen. Erfahre, wie du diese Phase ohne Druck gestalten kannst, weil Raum hier essentiell für deine Entwicklung ist.

              • Phase 2 der Selbständigkeit ist Wachstum & Struktur. Hier liegt der Schlüssel für ein Business mit Substanz, das lebenslang trägt.

                Vertiefung Phase 2 – Wachstum

                Kreation der eigenen Arbeit und Strukturaufbau

                Der Grundstein des stabilen, verlässlichen Business. Sie sollte so kurz wie möglich sein, und doch bleiben die meisten von uns hier hängen. Ein Wegweiser für Klarheit, Fokus und Struktur, Strategien für nachhaltige Selbständigkeit.

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              Warum Ersetzbarkeit nicht alles ist

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              Was dein Business zu einem guten Ort macht und wie wir Business neu denken können.

              07. Juli 2025 | Cynthia Dauterstedt

              Die tiefere Wahrheit hinter unseren Business Problemen sind kollektive, systemische Ursachen.

              Business als guter Ort. Photo by Clay Banks on Unsplash

              Was macht eigentlich ein wirklich gutes Business aus? Das gängige Narrativ erfolgreichen Unternehmertums propagiert die vollständige Ersetzbarkeit, denn Skalierung und Exit-Strategie funktionieren nur so. Ich sage, das stimmt nicht ganz. Zumindest nicht, wenn wir unser Business tatsächlich ganzheitlich leben und führen wollen. Leichteres Arbeiten und raus aus „selbst & ständig“ kann trotzdem heißen, dass es dich in deinem Business braucht und du nicht austauschbar sein willst. Ist dein Business ein Ort, bist du die gute Seele.


              Was ist, wenn dein Business dich braucht?

              Echtes Unternehmertum wird oft als der Weg hin zu Skalierung und Exit Plan verkauft. Ich finde, da fehlt etwas ganz Entscheidendes, nämlich

              • die Seele, das Herz, wie auch immer du es nennst, was du der reinen Struktur an Leben einhauchst, mit deiner Freude an der Sache.
              • die Ethik, die Verantwortung, das Leadership. Das, was dich die Dinge so tun lässt, dass sie sich gut und richtig anfühlen.

              In diesem ersten Impuls habe ich die Frage gestellt, was ist, wenn wir uns garnicht 100% ersetzbar machen wollen, und trotzdem ein Business aufbauen, das nachhaltig funktioniert und in dem der Arbeitsalltag leicht geht, damit wir unserer eigentlichen Arbeit nachgehen können.

              Die 3 Elemente eines ganzheitlichen Business

              Ein Business muss nicht nur langfristig funktionieren. Es muss dir auch Freude bereiten, sonst geht dir die Energie aus. Und es muss verantwortungsvoll, ethisch und authentisch geführt werden, damit deine Arbeit von Vertrauen und Ehrlichkeit geprägt ist und sich für dich, deine Kunden und alle, mit denen du in Berührung kommst, sich gut anfühlt, ehrlich und auf Vertrauen aufgebaut ist.

              Ich habe diese Ganzheitlichkeit, in der alle vier Elemente dieselbe Wichtigkeit haben, folgendermaßen eingeteilt – zu jedem Element gehört ein Prinzip, durch das es sich zum Ausdruck bringen kann oder das in diesem Element essentiell wichtig ist:

              Die Seele

              Sie ist die Lebensenergie, die innere Führung und die Freude ohne Ziel, welche einfach die Liebe zu deiner Arbeit und dein Herz, das du in diese einbringst darstellt. Sie ist das, was Schöpferkraft gibt. 

              Das Prinzip, das es hier braucht: Schönheit.
              Denn Schönheit ist Harmonie, Liebe, und verkörperte Seele (wie z.B. die Blüte einer Blume). 

              Leadership

              Der Ausdruck in einer Form der Meisterschaft deiner Gaben. Das, was du aus der Seele machst, um ein gutes Business zu gestalten, das ethisch und authentisch ist, das die Wahrheit lebt und spricht und sich positioniert. 

              Das Prinzip, das es hier braucht: Verantwortung
              deines Wirkens dir selbst und deinem Umfeld gegenüber – deine Kunden, Business Partner, dein Publikum und im weiteren Sinne die Menschheit und unser Zuhause Mutter Erde. 

              Business Architektur

              Dein Business ist wie ein Haus, je stabiler es ist, umso zuverlässiger und leichter kann es dich, deine Kunden, deinen Purpose und dein Wirken beherbergen. Dafür braucht es Struktur, Prozesse, Systeme und einen Plan. 

              Das Prinzip, das hier nötig ist: Effektivität.
              Strukturen geben Freiheit. Effektivität deines Geschäftsmodells ist das, was für Profit sorgt und deinen Ambitionen überhaupt erst Wirkkraft verleiht.

              In diesem ca. 20minütigen Video bin ich auf diese Elemente eingegangen. 

              Die Beziehung deines Business zur Außenwelt

              Wenn alle 3 Elemente intakt und gleichwertig integriert sind, kann unser Business viel wahrhaftiger und damit wirksamer mit denen in Beziehung treten, für die es da ist – mit unserer Zielgruppe, den Menschen, mit denen wir arbeiten wollen und für die unser Business das bietet, was sie suchen.

              Auch die Beziehung hat ein Prinzip: Verbindung. 
              Und hier schließt sich der Kreis zu unserem Business: ohne Verbundenheit zu dir selbst im Element der Seele wir es keine wahrhaftige Verbindung zu den Menschen geben, die du begeistern, berühren und mit denen du arbeiten möchtest.  

              Was macht dein Business zu einem guten Ort?

              Wenn wir unser Business nicht nur als die reine Funktion seiner Strukturen betrachten, die unseren Lebensunterhalt und unsere Wirksamkeit sichern, sondern als einen Ort, der mit Leben und Liebe gefüllt sein will, damit er wirklich gut ist und auf Dauer funktioniert, wird es leichter zu identifizieren, was es gerade braucht und wo es fehlt – und wir schaffen sogar die Integration von Leben und Business, beides im Einklang.

              Eine hilfreiche Metapher, dein Business vielleicht neu zu betrachten und für dich selbst zu prüfen, wo du stehst, findest du in diesem kurzen Video.

              Ich würde Business gerne neu denken und mit mehr Leben und Liebe in der Bude füllen.



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